Auftritte & Aktuelles




Montag 18. Oktober

Erzählabend

„Wort überdauert allen Reichtum und allen Glanz der Erde.“

Susanne Keßler und Martin Schmauder erzählen Märchen von der grünen Insel und aus der keltischen Welt, untermalt mit der keltischen Harfe und anderen Instrumenten

Für:

Geschichtenfreunde

Uhrzeit:

19:30 Uhr

Wo:

Heidehofbuchhandlung - Gerokstrasse 10 - 70188 Stuttgart

Kontakt:

Anmeldung nicht nötig

Kosten:

Spende





Afrika ruft - Ein Video mit Trommeln, Gesang und Erzählen, vom Etzelfest in Stuttgart Juli 10






Zum Auftritt bei den Nürtinger Märchentagen gibt es ein kurzes Video....


...und einen Zeitungsartikel:

Nürtinger Zeitung 23.4.2010

Die Schöpfungsgeschichte Australiens

Nürtinger Märchentage: Mythen und Musik und von der anderen Seite der Welt

Am Mittwochabend entführte der Musiker und Erzähler Martin Schmauder das Publikum im Nürtinger Theater im Schlosskeller in die Märchenwelt der australischen Ureinwohner.


VON HEINZ BÖHLER

NÜRTINGEN. Die Sonne eine Frau, der Mond ein Mann? Dass außerhalb Deutschlands noch ein Volk diese Geschlechterzuteilung der beiden wichtigsten Gestirne vornimmt, war vielleicht eine der erstaunlichsten Erkenntnisse für die Zuhörer des Geschichtenerzählers und Musikers Martin Schmauder.

Eine andere war, wie rockig ein Didgeridoo klingen kann. Innere Sammlung und Ruhe benötigten die rund siebzig Zuhörer im Theater im Schlosskeller, als ihnen am vergangenen Mittwoch der Musiker und Geschichtenerzähler Martin Schmauder die Schöpfungsgeschichte der Welt aus der Sicht australischer Aborigines weitergab.

Mit einer Reihe unterschiedlicher, Didgeridoo genannter Blasinstrumente, diverser Trommeln und einer entsprechenden Raumbeleuchtung im Nürtinger Schlosskeller erzeugte Schmauder eine Atmosphäre, die es dem Besucher nicht allzu schwer machte, sich ein Bild von der Welt zu machen, die ein Steinzeitmensch vor Augen gehabt haben musste, wenn die Alten, den Stamm ums winterliche Feuer geschart, die traditionellen Mythen über die eigene Herkunft und den Zusammenhang der äußeren mit der inneren Welt der frühen Menschen weitergaben.

Erstaunlich dabei, wie selbst auf dem sogenannten fünften Kontinent noch Entsprechungen mit den Schöpfungsmythen eurasischer Herkunft auszumachen waren, wie eine australische Eva wo nicht auf eine Schlange, so doch auf eine vom Baum herab sich windende sprechende Liane hereinfällt.

Die Aborigines, die nahezu 100 000 Jahre vor der Ankunft der ersten Europäer in Australien lebten, sprechen in ihren Mythen vom Werden des Seins, von der „Traumzeit“, die in ihren Augen nicht Vergangenheit, sondern „immer“ ist. Auch im dumpfen Dröhnen der Didgeridoos scheint die Unendlichkeit der Gegenwart widerzuhallen.

Die rote Wolke des Mondmannes und seiner Familie kommt aus der Tiefe des Raumes und setzt sanft auf der Kuppe eines Hügels auf, um von dort aus die Erde zu erkunden. Von der „schönen Frau“ ist die Rede, wenn die Sonne gemeint ist. „Deren Hitze ist so gewaltig, dass sich kein Mann ihr zu nähern wagt“, stellt Martin Schmauder die Sicht der alten Australier auf jene Energiequelle dar, die den Aborigines wohl wesentlich deutlicher im Bewusstsein gewesen sein muss als den eiszeitlichen Vorgermanen im alten Europa. Wenn die Schöne sich in Felle hüllt, gibt es, so Schmauder, eine Sonnenfinsternis. Die Mondfinsternis wiederum ist eine Folge von Rattenhaaren, die dem Mondmann ins Gesicht fallen.

Sie werde, bedankte sich die Vorsitzende vom Haus der Familie, Gaby Langfeld, als der Erzähler geendet hatte, bei diesem, die Eule, Schildkröte und das Siebengestirn am Himmel künftig mit anderen Augen betrachten. Schließlich hatte Martin Schmauder von deren Entstehen gesprochen, wonach das Sternbild sieben zaubrische Schwestern verkörpere, die Eule so große Augen habe, weil sie noch immer versuche, einmal einen Blick von der physischen Gestalt ihres unsichtbaren Freundes, des Sturmes, zu erhaschen. Die Schildkröte dagegen, wusste Schmauder, sei entstanden, als sich ein missgestalteter Jäger im Angesicht des Todes schwor, sein Leben mit einem exklusiven Reibstein auf dem Rücken am Rande der Sümpfe zu verbringen.

Foto vom Auftritt

Martin Schmauder am australischen Nationalinstrument – dem Didgeridoo. heb

Das Logo von ArchajA
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Und nun gibt es auch ein kleines Fotoalbum von mir und meinen Aktivitäten:

Fotogalerie ÜBERBLICK